Tippen um zu suchen

Tipps für tolle Portraitfotos inkl. Buchtipps

Die besten Tipps für tolle Portraitfotos

Hier folgen ein paar wertvolle Tricks & Tipps für tolle Portraitfotos, die euch das Shooting erleichtern. Dabei kommt es nicht nur auf das richtige Equipment an, auch die soziale Komponente des Fotografen ist enorm wichtig. Bei Aufnahmen in der freien Natur und draußen benötigt ihr relative wenig Equipment und externes Licht und könnt quasi direkt loslegen. Doch solltet ihr die folgenden Punkte dennoch beachten.

Vorbereitung ist ALLES

Ihr wollt ein Shooting durchführen und steht in den Startlöchern? Habt ihr wirklich an alles gedacht? Jeder Fotograf hat seine eigene Vorgehesweise. Doch die richtige Vorbereitung ist alles. Fertigt euch am besten selbst eine kleine Checkliste an. So dass beim Shooting nichts falsch läuft. Zur Orientierung habe ich euch hier eine kleine Checkliste vorbereitet, an die ihr euch halten und die ihr natürlich auch erweitern könnt.

Kleiner Tipp: Ich habe mir anfangs ein kleines Notizbuch gekauft, das ich im Laufe der Zeit mit wichtigen Tipps & Tricks rund ums Fotografieren gefüllt habe. So kann ich jederzeit darauf zurückgreifen und es beliebig erweitern. Mittlerweile ist das Ding goldwert – Ein tolles Notizbuch von Moleskin findet ihr hier*

Checkliste für euer Shooting

  • Kamara Akkus aufgeladen? (Ersatzakku einpacken)
  • Speicherkarte geleert (Zweitkarte einpacken)
  • Equipment gecheckt (Funktioniert alles wie gewohnt, Objektive staubfrei)
  • Fotoutensilien gepackt (Kamera, Stativ, Blitzlicht, Filter, Akku, Speicherkarte
  • Vorbesprechung mit evtl. Models (Schminke, mehrere Outfits)
  • Vorbegehung der Location (macht euch mit der Location und den Lichtverhältnissen vertraut
  • evlt. Verträge, Fotonutzungsrechte einholen
  • Powerbank
  • Sonstiges: Handy, Trinken & Essen

Kommunikation ist enorm wichtig

Gerade “unerfahrene” Models wissen noch nicht genau, wie sie posen sollen. Hier kommt der Fotograf (die Fotografin) ins Spiel, denn dieser/diese gibt die Anweisungen und setzt das Model richtig in Szene. Einen großen Stellenwert bei den Tipps für tolle Portraitfotos sollte die Kommunikation sein. Die richtige Kommunikation ist hier enorm wichtig. Stimmt die Chemie zwischen beiden, hat dies enorme positive Auswirkungen auf das Foto. Die Modelle sind dann wesentlich entspannter und unverkramfter. Gefällt euch eine entsprechende Pose nicht, korrigiert diese höflich und gebt entsprechende Anweisungen wie:

  • “Kannst du bitte noch einen Schritt zurück gehen”
  • “Heb deinen Kopf doch bitte etwas”
  • “Dreh deine Schulter doch bitte noch ein Stück weiter zu mir”

Gebe als Fotograf kurze und pregnante “Befehle” an das Model. Die Kommunikation sollte auf unterhaltsame und lockere Art stattfinden, allerdings auch mit der nötigen Professionalität. Manchen Fotografen bzw. angehenden Fotografen fällt es anfangs noch sehr schwer richtig, geschweige denn überhaupt zu kommunizieren. Aber, wie auch beim Fotografieren, macht hier ÜBUNG DEN MEISTER! Habt also keine Angst oder versucht diese zu überwinden indem ihr einfach macht! Schnappt euch zum Start am besten euren Freund, Freundin oder einen Bekannten und probiert einfach aus!

Kennt euer Equipment und den Umgang damit

Nichts ist nerviger, als wenn der Fotograf erst in die Untermenüs abtaucht und eine gefühlte Ewigkeit an den Einstellungen der Kamera herumspielt. Einer der besten Tipps für tolle Portraitfotos ist der folgende: Kennt die Einstellungen euer Kamera und probiert zuhause die jeweiligen Einstellungen auch zu Genüge aus. Gerade am Anfang ist weniger meist mehr. Denkt immer dran, dass nicht dass Equipment für eine ausdrucksstarkes Bild verantwortlich ist, sondern DU als Fotograf!

Ver

Das Posing

Es kommt immer auf die entsprechende Person an, von der du ein Foto schießen willst. Bereits im Vorfeld kann auch hier schon einiges an Vorarbeit geleistet werden. Denn neben der eigentlichen Location ist auch wichtig, wie ihr die Person überhaupt richtig in Szene setzen könnt. Es gibt viele unterschiedliche Posen und Darstellungsmöglichkeiten.

Ich kann dir hier das Buch: POSEN!* vom Rheinwerkverlag ans Herz legen. Hier lernst du vieles über das korrekte Posing und die jeweiligen Personentypen und Anforderungen. So gibt es Kinder- und Familienposen, aber auch Businessposen, Schwangerschaftsposen und mehr. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist: Das Posing Handbuch*. Dieser interessante Leitfaden gibt dir ebenfalls sehr einfache und schnelle Tipps für tolle Portraitfotos.

Die richtige Pose finden
Die richtige Pose finden (Quelle: Amazon)

Schaffe gute Lichtverhältnisse

Ohne Licht keine Fotos – das ist klar. Wenn du draußen fotografierst, hast du den Vorteil, dass du einfach das vorhandene Licht nutzen kannst. Daher solltest du die passende Tageszeit abpassen. Morgens und Abends eignen sich Fotos bei Sonne und auch bei Gegenlicht am besten. Jedoch kann direkte Sonneneinstrahlung im Gesicht zu unschönen Reflexionen führen. Die Modelle wirken daher angespannt oder verziehen das Gesicht. Diese Fotos sind unbrauchbar und können auch im Nachhiniein nicht bearbeitet werden – getreu dem Motto: Shit in, Shit out!

Auch solltest du eher im Schatten bleiben um Portraitfotos aufzunehmen. Das Gesicht ist dann gleichmäßig beleuchtet und das Model kriegt die Augen gescheit auf, um in die Kamera zu gucken.

Fotografierst du im Haus oder Studio, solltest du für ausreichend (Kunst) Licht sorgen. Gerade Fenster sind hier nicht zu unterschätzen. Gehe nah an Fenster heran und probiere das einfallende Licht aus. Daneben kannst du Aufhellblitze oder andere Lichtquellen nutzen, damit das Model gut ausgeleuchtet wird. Variiere mit den Lichtquellen, um so tolle Schatten und punktuelle Akzente zu setzen. In diesem Video wird das Fotografieren mit Blitz sehr gut beschrieben.

Welches Objektiv soll ich für Portraits verwenden?

Bei der Portraitforografie kommt es auf die Brennweite der Objektive an. Diese wird in mm angegeben. Also 24mm, 200mm usw. Je kleiner diese Zahl, je weitwinkliger wird die Aufnahme und je größer die Brennweite (z.B. 200mm) desto näher erscheint ein Motiv. Denkt mal an ein Fußballstadion. Dort sitzen die Fotografen mit großen Objektiven am Spielfeldrand, um die perfekte Gelegenheit einzufangen. Würde man dieses mit einer kleinen Brennweite (also weitwinklig) machen, hätte man das ganze Stadion abgelichtet, jedoch nicht die entscheidende Torszene.

Für die Portraitfotografie benötigt man einen interessanten Bildlook. Dieser ist natürlich Geschmackssache und kann verschieden ausgelegt werden. Hier kann ich dir Festbrennweiten empfehlen. Diese haben nur eine fixe Brennweite (mm-Zahl). Es kann also nicht am Teleskopring des Objektives gedreht werden um zu zoomen. Konkreter Tipp wäre hier ein 35mm Objektiv.

Hier kommt es natürlich auch auf die Lichtstärke an. Also je größer die Blende des Objektives geöffnet werden kann. Hierbei handelt es sich um einen Verschluss, der weiter geschlossen oder geöffnet werden kann. Diese Blende wird z.B. in f/1.4 oder f/22 angegeben und ist mit der menschlichen Pupille vergleichbar. Je kleiner die Zahl unter dem Bruchstrich (hier z.B. 1.4), desto weiter ist die Blende geöffnet und umso mehr Licht kann auf den Sensor dringen. Daher sind kleine Blendenzahlen gut für Aufnahmen bei wenig Licht (Abendstimmungen, Konzerte, Shootings in Gebäuden), da der Bildsensor mit mehr Licht beleuchtet werden kann.

Auch wird bei einem lichtstarken Objektiv eine tolle Tiefenschärfe erzeugt. Also das Modell ist scharf und der Hintergrund wird unschaft und lenkt somit den Fokus komplett auf das Modell. Wird die Blende weiter geschlossen (z.B. f/22), so wird das komplette Bild scharf.

Allerdings solltest du für mehr Abwechselung auch noch ein weiteres Objektiv mit einer anderen Festbrennweite besitzen. Hier eignet sich eine 50mm Brennweite. Natürlich könnt ihr euch auch ersteinmal ein Zoomobjektiv anschaffen, mit dem ihr deutlich flexibler seid und so auch eure Kosten im Blick behaltet.

Beim Kauf von Objektiven müsst ihr natürlich auch darauf achten, dass das Objektiv auch auf eure Kamera passt (logischer Weise). So bieten die jeweiligen Kamerahersteller eigene Objektive an. Es gibt aber auch tolle Objektive von Drittanbietern, wie z.B. Samyang * oder Tamron *. Schaut euch am besten ein paar Objektive an und sucht einfach mal nach Testbildern. Hier kannst du schnell tolle Fotos sehen, die mit dem jeweiligen Objektiv aufgenommen wurden.

Perfekte Einstellungen für Portraitfotos

Hier kommen die Einstellungen der Kamera ins Spiel. Systemkameras verfügen über eine Vielzahl an Einstellrädchen ins Spiel, die auf den ersten Blick erstmal überfordern. Jedoch ist es eigentlich ganz einfach. Man muss sich nur einmal hinsetzen und es einmal verstanden haben. Und natürlich selbst ausprobiert haben. Oder denkst du, dass Christiano Ronaldo so ein guter Fußballer geworden ist, nur weil er 3 Bücher über Fußball gelesen hat? Nein, er hat trainiert, trainiert, trainiert!

Doch zurück zum eigentlichen Thema. Perfekte Einstellungen für Portraitfotos. Natürlich könnt ihr den automatischen Modus der Kamera nutzen und euch auf die Einstellungen verlassen, jedoch wird es im manuellen Modus erst richtig spannend und es gelingen hier auch die Bilder, die ihr wirklich wollt.

Buchtipp: Menschen fotografieren

Tipps für tolle Portraitfotos

Ihr interessiert euch für die Portraitfotografie und wollt hier noch das nötige Know How erlernen? Dann solltet ihr euch diese Beitrag einmal genauer anschauen. Neben einem interessanten Buchtipp gibt es den ein oder anderen Tipp für euch, wie euch tolle Portraits gelingen.

Buchtipp Menschen fotografieren
Buchtipp: Menschen fotografieren (Quelle: Amazon)*

Fotografieren Sie Menschen in all ihren Facetten!

Dieses Praxisbuch zeigt ihnen, wie sie Menschen in all ihren Facetten fotografieren.  Fünf Porträtfotografinnen und -fotografen zeigen ihre eigenen herangehensweisen und besten Aufnahmen. Sie geben Einblicke in ihre Arbeit und beantworten Fragen wie z.B.

  • Wo finden sie ihre Modelle?
  • Was wollen sie mit ihren Bildern ausdrücken?
  • Wie gehen sie mit dem Licht und mit Farben um?

Daneben gibt es zahlreiche Tipps zum richtigen Umgang mit dem Modell und wie eine Lichtsetzung und das Posing gelingt.

Aus dem Inhalt:

  • Natürliche und authentische Porträts fotografieren
  • Den Charakter herausarbeiten
  • Mit fantasievollen Porträts Geschichten erzählen
  • Strahlende Schönheit in Beauty- und Fashionporträts zeigen
  • Sinnlichkeit und Erotik ästhetisch inszenieren
  • Klassische und zeitlose Porträts aufnehmen
  • Paaraufnahmen meistern
  • Schwangere, Babys und Kinder optimal in Szene setzen
  • Mit zahlreichen Grundlagenexkursen zu Themen rund um das Shooting und die Fototechnik

Ich hoffe euch hat der Artikel: Tipps für tolle Portraitfotos gefallen. Leitet ihn gern an Freunde & Bekannte weiter oder postet den Link in sozialen Netzwerken.

Gefällt dir der Beitrag? Mache deine Freunde darauf aufmerksam
Tags:

Vielleicht magst du auch

Affiliate- und Werbelink Information:

(*) = Hierbei handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf einen solchen Affiliate-Link klickst und über
diesen Link einen Einkauf tätigst, bekomme ich von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht und ich werde ein wenig unterstützt. Vielen Dank!